5 Mythen über pflanzliche Ernährung

Sobald man sich pflanzlich ernährt, kommen automatisch viele Fragen auf. Fragen, die man sich selbst stellt. Fragen, die man immer wieder gestellt bekommt. Wir wollen uns gesund ernähren, aber wie fangen wir am besten an? Mythen bringen uns immer wieder ins Stolpern und wir hinterfragen unsere Ernährungsentscheidungen immer wieder. Es ist gar nicht so leicht in dem Ernährungsdschungel zu verstehen, was wahr ist und was nicht.

Als ich mit meiner pflanzlichen Ernährung bewusst startete, fühlte ich mich auch immer wieder hin und hergerissen. Zunächst fühlte ich mich eingeschränkt und Alternativen fehlten. Erst als ich anfing mich mit der pflanzlichen Ernährung mehr auseinander zu setzen, lernte ich langsam, dass es mehr eine Erweiterung als eine Einschränkung ist. Eine pflanzliche Ernährung ist vielfältig, farbenfroh, nahrhaft und vor allem super leicht zugänglich für alle. Um dir den Einstieg etwas zu erleichtern, beleuchte ich heute die 5 häufigsten Mythen über pflanzliche Ernährung näher.

1. Pflanzliche Ernährung ist teuer

Oft denken die Menschen, dass eine pflanzliche Ernährung teuer ist. Dies ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Die pflanzliche Ernährung konzentriert sich auf minimal verarbeitete Lebensmittel. Die veganen Eiscremes, Käsesorten und Salatdressings, die einen hübsches Sümmchen kosten können, sind also nicht das, was hauptsächlich auf deinem Teller landet.

Wo kannst du also sparen? Zum Beispiel kannst du Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte tiefgefroren oder in Dosen kaufen – achte hier einfach auf die Zusätze.  Dadurch sparst du nicht nur Geld, sondern kannst die Lebensmittel auch länger lagern. Obst und Gemüse kann auch saisonal auf Bauernmärkten zu niedrigeren Kosten als ausserhalb der Saison in Lebensmittelgeschäften gekauft werden. Und dann brauchst du nur noch ein paar deiner Lieblingsgewürze und schon kannst du eine Vielzahl an aufregender Mahlzeiten zaubern.

2. Dir fehlen Proteine bei einer pflanzlichen Ernährung

Wahrscheinlich der Mythos, dem ich am meisten über den Weg laufe. Vor allem im Sportbereich hält sich das Vorurteil hartnäckig. Doch auch bei einer pflanzlichen Ernährung ist die Proteinzufuhr kein Problem. Die empfohlene Tagesdosis für Protein beträgt für die meisten Menschen 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm gesundes Körpergewicht. Dies ist sehr leicht mit einer pflanzlichen Ernährung zu erreichen. Es gibt eine Vielzahl von pflanzlichen Nahrungsmitteln, die reiche Proteinquellen sind. Dazu gehören beispielsweise:

  • Tofu
  • Linsen
  • Bohnen
  • Nüsse & Samen

Schlussendlich liefert Protein aus einer Vielzahl pflanzlicher Nahrungsmittel, insbesondere Stärke wie Reis, Bohnen und Mais, das im Laufe eines Tages verzehrt wird, genügend aller essentiellen Aminosäuren. Mehr Informationen zu Protein bei einer pflanzlichen Ernährung findest du auch in meinem Blogartikel: ““5 pflanzliche Lebensmittel, die dir beim Muskelaufbau helfen”

3. Du bekommst nicht alle Vitamine bei einer pflanzlichen Ernährung

Dieser Mythos könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Pflanzen sind bei weitem die nährstoffreichsten Lebensmittel. Zum Beispiel sind Blattgrün und Hülsenfrüchte reich an Calcium, Eisen und Zink, Beeren sind extrem reich an Vitamin K und Mangan, und tropische Früchte wie Mangos und Ananas haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Letztlich gilt: Esse jeden Tag einen Regenbogen. Je bunter & abwechslungsreicher die Ernährung, desto besser.

Das einzige Vitamin, welches du zusätzlich zu dir nehmen solltest, ist Vitamin B-12, da dieses Vitamin aus dem Boden stammt und so meist in keinem pflanzlichen Produkt mehr vorhanden ist. Hierfür kann ich die InnoNature Vitamin B-12 Tropfen empfehlen. Mit dem Rabattcode “schmidtcheneats10” bekommst du 10% Rabatt.

4. Von einem Blatt Salat werde ich nicht satt

Wie oben schon erwähnt sind Pflanzen bei weitem die nährstoffreichsten Lebensmittel, haben aber eine geringe Kaloriendichte haben. Deswegen denken viele Menschen, dass sie nicht satt werden können von Obst, Gemüse und Getreide. Da diese Lebensmittel aber einen hohen Ballaststoffgehalt haben, ist das nicht nur kein Grund zur Sorge, sondern du fühlst dich auch noch länger satt. Den Tag mit einem Porridge & Beeren zu beginnen, Mittags mit einer Saladbowl mit Reis & Edamame satt werden und abends mit einem Chili sin Carne den Tag abschliessen – leckerer kann es fast nicht werden.

5. Mit pflanzlicher Ernährung schränkst du deine Auswahl an Lebensmitteln stark ein

Als ich in den Startlöchern stand mit der pflanzlichen Ernährung, hatte ich auch erstmal keinen Plan was ich alles essen konnte. Ich hatte so viele Eier, Milchprodukte und hochverarbeitete Lebensmittel in meinem Alltag, dass ich erstmal das Gefühl hatte mir fehlt etwas. Dann lernte ich, dass mir nicht etwas weggenommen wurde, sondern dass ich soviel schönes neues dazubekomme. Fleisch kann in Gerichten durch Pilze, Tofu und Hülsenfrüchte ersetzt werden. Käsealternativen können mit Nuss- und Gewürzmischungen hausgemacht werden. Mit Datteln gesüßte Desserts sind – im Gegensatz zu Leckereien auf Zucker- oder Sirupbasis – reichhaltig und köstlich.

Nehme dir dafür einfach etwas Zeit und experimentiere, was am besten für dich funktioniert.

Pflanzliche Ernährung ist gesund & lecker

Es gibt viele Mythen über diese Ernährungsform, aber am besten ist es einfach selbst auszuprobieren. Besorge dir ein, zwei Kochbücher und dann leg einfach los. Du wirst sehen, es macht super viel Spass.

 

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