Histaminintoleranz

Wie geht Normalität damit?

Viele vermeintlich gesunden Lebensmittel wie z.b. Tomaten oder Erdbeeren können plötzlich Probleme auslösen. Manchmal dauert es Jahre, bis man herausfindet, dass eine Histaminintoleranz dahinter steckt. Bekommt man dann die Diagnose, steht man häufig vor einem Berg an Fragen und möchte einfach wieder Normalität in seine Lebensweise und seine Ernährung bringen.

Mit diesem Artikel beantworte ich die 5 häufigsten Fragen zur Histaminintoleranz. 

1. Was ist eine Histaminintoleranz?

Histamin kann sowohl über die Nahrung aufgenommen werden, als auch von unserem Körper selbst produziert werden. Wobei Histamin als Botenstoff und Gewebehormon dem Körper dient. Die Intoleranz entsteht dann, wenn ein Ungleichgewicht zwischen dem im Körper auftretenden Histamin und dem Histaminabbau entsteht.

Bei einem gesunden Körper wird Histamin automatisch über das körpereigene Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut. Bei Menschen mit einer Histaminintoleranz funktioniert dies leider nicht mehr.

Wie auch bei den anderen Intoleranzen liegt der Grund im Darm. Die DAO-bildende Zellen leben hier. Ist nun der Darm angegriffen (gereizt, entzündet etc.), dann werden auch immer weniger DAO produziert. Die Folge ist, dass immer weniger Histamin abgebaut werden kann. 

2. In welchen Lebensmitteln ist Histamin enthalten?

Wenn ein Nahrungsmittel Histamin enthält dann geht es meist auf eine bakterielle Verunreinigung zurück. Um Histamin zu produzieren, braucht Eiweiss Bakterien. Somit kann man sagen, je länger ein Lebensmittel vor sich hin reift, desto länger haben die Bakterien Zeit, Histamin zu bilden. Daher kann es manchmal sein, dass man ein Nahrungsmittel mal gut und mal weniger gut verträgt. Kommt ganz darauf an, wie lange es schon lag. 

Besonders histaminreich sind folgende Lebensmittel:

  • Fertiggerichte 
  • Lang gelagerte Lebensmittel (z.b. reifer Käse)
  • Obst
    • Himbeeren
    • Kiwi
    • Pflaumen
    • Ananas
    • Bananen
    • Erdbeeren
    • Grapefruit
  • Gemüse
    • Avocado
    • Aubergine
    • Hülsenfrüchte
    • Sauerkraut
    • Soja
    • Tomaten (und Tomatenprodukte)
  • Getränke
    • Generell Alkohol (insb. Rotwein, Sekt)
    • Kakao

3. Mögliche Symptome der Histaminintoleranz

Bei einer Überflut an Histamin, reagiert der Körper mit Allergie ähnlichen Symptomen. Oft werden Gesicht und Hals schlagartig rot und glühend heiss (auch bekannt unter Flush). Dazu können Kopfschmerzen kommen, sowie Durchfälle, Juckreiz am ganzen Körper und allgemeine allergische Symptome. Dies sind sicher nicht alle Symptome und wie du liest sind die meisten eher unspezifische Beschwerden. Wichtig ist daher die Abklärung des Verdachts mit einem Arzt.

4. Feststellen der Histaminintoleranz 

Leider gibt es bis heute keine Tests, die eine Histaminintoleranz eindeutig feststellen können. Allerdings können verschiedene Untersuchungen den Verdacht einer Histaminintoleranz unterstreichen. Diese Untersuchungen können zum einen über die Blutabnahme durchgeführt werden. Zum anderen kann man den Prick-Test durchführen lassen, da dieser immer eine Positiv-Kontrolle mit Histamin gemacht wird.

5. Ernährungstipps bei einer Histaminintoleranz

Generell gelten folgende Lebensmittel als geeignet bei einer Histaminintoleranz  und werden meist gut vertragen:

Gemüse:

  • Salatgurke
  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Mais
  • Möhren
  • Salat
  • Zwiebeln

Obst:

  • Apfel
  • Heidelbeeren
  • Melone
  • Stachelbeeren
  • Weintrauben

Wie auch bei den anderen Intoleranzen, kann ein  Aufbau deiner Darmflora hier helfen, damit dein Darm wieder fit für dein Essen ist. Falls du dabei Unterstützung brauchst, können wir das gerne gemeinsam in Angriff nehmen.

Du brauchst Unterstützung?

Hier findest du mein Beratungsangebot für Intoleranzen.

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Jessica_Schmidt

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