WARUM ICH VEGAN LEBE

Jedes Mal, wenn ich jemandem erzähle, dass ich Veganer bin, fragen sie mich natürlich, warum. Ehrlich gesagt, gibt es viele Gründe, warum ich mich für eine pflanzliche Ernährung entschieden habe. Da ist einmal die Ethik, die für mich wahrscheinlich die offensichtlichste ist. Doch in meinem veganen Leben spielen auch Gesundheit und Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle.

In diesem Blog-Post möchte ich meine persönliche Geschichte mit euch teilen. Warum bin ich eigentlich Veganerin geworden?

MEINE KINDHEIT

… oder die Zeit in der ich die ethischen Probleme herausgefunden habe

Im Alter von 8 Jahren fragte ich meine Mutter, woher das Fleisch eigentlich kommt. Sie erklärte mir, dass es von Tieren kommt. Also fragte ich zurück, ob die Tiere es uns einfach zur Verfügung stellen. Ihre Antwort lautete: „Nein, wir müssen sie töten, um das Fleisch zu bekommen“. Von diesem Moment an beschloss ich, auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Zuerst wurde ich Vegetarierin. Ich habe absolut nicht verstanden, wie wir tote Tiere essen können und wie wir entscheiden können, dass Tiere nicht das Recht haben, ein glückliches und friedliches Leben zu führen, wie wir es tun.

Glücklicherweise akzeptierten meine Eltern meine Entscheidung und zwangen mich nicht, Fleisch zu essen, da dies für mich gesünder hätte sein können. Sie waren wirklich tolerant und unterstützten sogar meine Entscheidung, indem sie mir immer mein eigenes Essen zubereiteten usw. Übrigens wurde meine Mutter einige Jahre später auch Vegetarierin.

MEINE ZWANZIGER

… oder die Zeit in der ich die Verbindung zwischen Essen und unserer Gesundheit entdeckte

In meinen Zwanzigern wurde ich durch eine immer wiederkehrende Blasenentzündung krank, was mich dazu zwang, mehrere Monate im Krankenhaus zu bleiben und Antibiotika für längere Zeit einzunehmen. Das war die Zeit, als mein Immunsystem zusammenbrach. Fast jeden Monat hatte ich eine Erkältung, ich fing an, verschiedene Nahrungsmittelallergien zu entwickeln (z.B. Gluten, Hafer, Gerste etc.). Meine Nahrungsmittelallergien machten es mir zunächst sehr schwer, gute und gesunde Lebensmittel zu finden. Ich hatte es schwer, alle meine benötigten Mineralien und Vitamine zu decken. Ich hatte eigentlich keine Ahnung von Nahrung und ihren Nährstoffen, ausser, dass ich keine toten Tiere essen wollte. Also wollte ich mehr über die Nahrung erfahren, die wir jeden Tag essen, um uns wohl zu fühlen und stärker zu werden. Damals erfuhr ich, wie Milch und Eier in der konventionellen Landwirtschaft hergestellt werden. Ich konnte die Gedanken nicht ertragen, dass Kälber ihren Mamis weggenommen werden und Hühner nie das Tageslicht sehen, da wir nur (billige) Lebensmittel haben wollen, von denen wir denken, dass sie für uns gesund sind. Ich wollte diese Wirtschaft nicht unterstützen und so wurde ich Veganerin. Zusätzlich zum Veganismus achte ich auf die Qualität der Lebensmittel, die ich jeden Tag esse und versuche, so viel wie möglich lokal angebaute Produkte zu kaufen. Und interessanterweise begann sich mein Immunsystem langsam zu erholen.

Um diese Beziehung tiefer zu verstehen, habe ich auch ein Fernstudium begonnen, um Fachberaterin für ganzheitliche Gesundheit zu werden, so dass ich anderen Menschen bei ihren Gesundheitsproblemen helfen kann, da ich wirklich glaube, dass wir unsere Gesundheit mit der Nahrung, die wir essen, auf sehr interessante Weise beeinflussen können.

ANFANG MEINER DREISSIGER

… oder die Zeit in der ich die Verbindung zwischen Veganismus und Nachhaltigkeit anfange zu verstehen  

Es ist kein Geheimnis, dass einige unserer ökologischen Probleme durch den Massenkonsum von billigen tierischen Produkten verursacht wird. Derzeit versuche ich, mehr über diese Umstände zu erfahren und darüber, wie wir den Planeten durch unsere Nahrungsmittel- oder Lebensstilwahl beeinflussen. Z.B. mit dem Wasserverbrauch für die Produktion von 1kg Rindfleisch könnte man täglich ein ganzes Jahr lang (15 400l) duschen. Vegetarier benötigen nur etwa die Hälfte des Wassers im Vergleich zu durchschnittlichen Fleischessern (für die Produktion von 1 kg Kartoffeln benötigt man etwa 290 l und für 1 kg Käse 3200 l)[1].

Wie du sehen kannst, bin ich noch dabei, interessante Fakten über einen pflanzlichen Lebensstil zu entdecken und freue mich sehr, all meine Erkenntnisse mit dir zu teilen. Lass mich doch einfach wissen, wenn du etwas über ein bestimmtes Thema lesen möchtest.

Vielen Dank fürs Lesen:)

Referenzen
[1] Ruediger Dahlke, Renato Pichler „Veganize  your life!“, 2015

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