Lasst uns über Plastik sprechen…

Zu Beginn dieses Jahres habe ich mit euch meine fünf Vorsätze für das neue Jahr geteilt. Einer meiner Vorsätze ist es, meinen Plastikverbrauch deutlich zu reduzieren. Und um ehrlich zu sein, ist es eigentlich schwieriger, als ich dachte. Sobald du dich mit diesem Thema beschäftigst, findest du so viele Dinge, die Plastik enthalten, für uns aber nicht wirklich offensichtlich sind.

Unsere Plastikwelt – Fakten

Es vergeht keine Woche, in der ich nicht einige neue Artikel darüber lese, wie schlimm unser Plastikproblem ist und dass Plastik heutzutage allgegenwärtig ist: im Meer, in unserer Nahrung und sogar in unserer Kleidung. Wir haben etwa 5.250.000.000.000.000 (5 Billionen) Stück Plastik in unseren Ozeanen. Es dauert bis zu 500 Jahren, bis Plastik verrottet.  So wird deine Plastikflasche, die du vielleicht benutzt, dich wahrscheinlich überleben. Jedes Jahr sterben mehr als 100.000 Meerestiere langsam an Plastikverschmutzung. Und nicht zuletzt erzielt die Plastikindustrie einen Jahresumsatz von mehr als 800 Milliarden Euro und verfügt über eine entsprechend starke Lobby.

Ich würde sagen, diese Zahlen sprechen für sich. Und ich kann es einfach nicht verstehen,  warum es nicht bereits mehr Gesetze und Regeln gibt, um diese Situation zu verbessern.

warum es auch dich betrifft

Wusstest du, dass du mit jedem Gericht etwa 100 mikro plastische Stücke isst? Dass eine Tube Zahnpasta bis zu 10% Mikroplastik enthalten kann? Oder dass sogar zum Kleidung zum Plastikproblem beiträgt?

Die Kleidung, die wir tragen und die aus synthetischen Materialien oder Mischgeweben besteht, trägt zur Vergiftung von Flüssen, Seen und Meeren bei. Wie? Eine Studie der britischen Plymouth University hat jetzt die Menge und Größe von Fasern analysiert, die aus synthetischen Textilien in einer herkömmlichen Wäsche bei 30 oder 40 Grad Celsius gelöst werden. Der Studie zufolge kann eine durchschnittliche Wäsche etwa 138.000 Fasern aus Polyester-Baumwoll-Mischgewebe ins Wasser bringen, etwa 496.000 Fasern aus reinem Polyester und 730.000 Fasern aus Acrylgewebe. Und da unsere Waschmaschinen diese nicht filtern können, gelangen sie direkt in unsere Flüsse, Seen und Ozeane. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunstfaserbekleidung eine der wichtigsten Quellen für Mikroplastik in Gewässern ist. Und das Schlechte daran – das ist Plastik, das man normalerweise nicht mit den Augen sehen kann.

Aber am Ende des Zyklus kommt es immer wieder zu uns zurück, in diesem Fall direkt auf unsere Teller. Unnötig zu sagen, dass während dieses ganzen Zyklus endlose Tiere sterben und es unseren Planeten und die Ozeane zerstört.

5 Dinge die du tun kannst

 

 

 

 

 

Folgende Tipps habe ich selbst ausprobiert, und ja, es erfordert etwas Disziplin, und manchmal kehrt man sicher einfach zu seinen Gewohnheiten zurück, aber hey, jeder Schritt zählt 🙂

  1. Vermeide bei Bekleidung und Textilien Kunstfasergewebe und verwende Produkte aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Hanf etc. Es gibt mittlerweile wirklich coole Labels, die aus diesen Naturfasern tolle Kleidung herstellen.
  2. Coffee to go: Die Deutschen verbrauchen rund 320.000 Einwegbecher pro Stunde. Versuche, deinen Kaffee in der Bar zu trinken, oder wenn du ihn zum Mitnehmen brauchst, ist es besser, ihn in eine wiederverwendbare Thermotasse zu füllen. Denke nur an das Konzept eines Espresso zum Mitnehmen. Den Espresso in der Bar direkt zu geniessen und nicht zum nächsten Termin zu hetzen, hat auch weitere Vorteile auf deine Gesundheit 🙂 Es gibt uns eine kurze Pause und nimmt uns  die Hektik des Alltags.
  3. Trinke öfter Leitungswasser, es ist eines unserer kontrolliertesten Lebensmittel und in den meisten westlichen Ländern ist es gut trinkbar und lecker.
  4. Kaufe Lebensmittel, insbesondere frisches Gemüse oder Obst, ohne Plastikverpackung.
  5. Nehme dir immer eine Baumwolltragetasche (Jutebeutel) mit. In diesem Fall brauchst du keine Plastiktüten für spontane Einkaufstouren zu verwenden.

Aber am wichtigsten ist es, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. Spreche mit Freunden und Familie über dieses Problem. Wenn jeder nur versucht,  den Plastikverbrauch ein wenig zu reduzieren, haben wir schon viel gewonnen.

Dokumentation über das plastikproblem

Wenn du mehr über das Plastikproblem auf unserem Planeten erfahren möchtest, kann ich dir die folgenden Dokumentationen empfehlen:

Wenn du weitere Ideen hast, wie wir unseren Planeten ein Stück weiter plastikfrei bekommen, freue ich mich auf einen Kommentar von dir.

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